Das LuK DrivingCenter am Baden Airpark

Unsere erste Bekanntschaft mit dieser für uns genialen Strecke haben wir mit dem BMW Testride gemacht. Auf der Messe in Sinsheim sind wir auf einen Stand von Team Motobike aufmerksam geworden. Wir dachten, uns berät dort eine nette Frau, die für die Instruktoren die Brötchen schmiert. Tatsächlich ist Babette jedoch eine der Instruktoren vom Team und fährt auch noch verdammt schnell :-)

Seit dem Testride, wo wir verschiedene Mopeds ausprobieren konnten, lassen wir uns nun immer von Babette den perfekten Stil erklären und uns auf eingeschlichene Fahrfehler hinweisen.

Zur Verfügung standen F850, K1300R, K1300S, HP2 Megamoto und HP2 Sport. Wir sind nur zwei gefahren, weil uns die anderen zu touristisch bzw. zu "speziell" waren. Die HP2 Sport und die K1300R.

Auch hiervon gibt es noch ein paar Bilder in unserem Fotoalbum

Von dem Boxer haben wir nach zwei Turns abgelassen, nachdem wir die K1300R gefahren sind. Was für eine geile Wuchtbrumme!! Und so erstaunlich handlich, dass das Kurvenwedeln eine wahre Freude ist! Ein traumhafter Motor, wenn man von dem Schüttelmonster HP kommt. Klar, für Boxerfans ist dieser Sportler sicher ein Traum und als vorgefertigter Renner für die Strecke ideal. Aber wer den weichen und überaus kräftigen Anzug liebt, ist auf der K besser aufgehoben.

Es war ein anstrengender, aber auch lehrreicher und interessanter Tag für uns. Auch wenn im Hinterkopf die Angst vor einem Crash mitfuhr, denn dann wären mind. 2.000 € Eigenbeteiligung fällig gewesen! Für uns aber der Einstieg in ein alljährliches Training mit dem eigenen Moped - und Babette als Instruktorin :-)

Sonnenaufgang auf dem Köterberg

Das war eine Aktion! Erst einmal die Entscheidung treffen wann dieses Vorhaben günstig ist. Denn es sollte natürlich einigermaßen warm und möglichst klar sein. Am 5.7. um 3:30 Uhr sind wir zu Hause los und sind auf direktem Weg über B 217 und B 83 Richtung Köterberg. Die Fahrt alleine war schon ein Erlebnis! Toll, wenn es langsam heller wird und der Nebel über der ruhig dahin fließenden Weser wabert. Zwischendurch funkelten uns vom Straßenrand Augen entgegen, die meist von Fuchs oder Marder stammten. Rehe oder andere größere Tiere sind uns Gottlob nicht vor die Räder gelaufen, aber vorbereitet waren wir auf jegliches Getier.

Wir waren eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang oben und haben uns mit dem Tee aus der Thermoskanne und den geschmierten Broten die Zeit mit Frühstück vertrieben. Dann endlich um kurz nach fünf Uhr kam der Osram hinter´m Horizont hervorů

Die Tour danach fiel relativ kurz aus, weil das extrem frühe Aufstehen dann doch an der Konzentration genagt hat. Außerdem gibt es bei so frühen Touren ein ganz unbekanntes Problem: der ursprünglich volle Tank war um 7:30 Uhr leer gefahren. Aber WO findet man im tiefsten Weserbergland an einem frühen Sonntagmorgen bitteschön eine geöffnete Tankstelle?! Darüber sollte man sich besser vorher Gedanken machen, wenn man keinen Tourer fährt und ein entsprechend großes Spritfass hat :-)

Rucksacktour in den Osten

Wer fände das nicht schön: viel Urlaub am Stück zu haben und dann je nach Wetter mit dem Rucksack und dem Moped einfach los fahren. Grobe Richtung festlegen, alles andere dann spontan. So war der Ursprungsgedanke. Leider waren wir dann auf einmal doch recht beschränkt vom Zeitraum und mussten so ein paar Abstriche beim Wetter hinnehmen :-/

Die Hinfahrt durch den Harz war noch bei traumhaftem Wetter.

Beim Feierabendbierchen in der Domäne Stiege haben wir die weitere Tourenplanung gemacht und den restlichen Abend mit einer lustigen und netten Bikergruppe am Lagerfeuer ausklingen lassen.

In der Schleiz angekommen haben wir uns inzwischen einen richtig nassen Arsch geholt! Es hat wie aus Kübeln gegossen und irgendwann ist es dann auch egal. Man fährt einfach und merkt gar nicht, wie schnell man wird. Die Straßen im Thüringer Wald waren so sahnemäßig gut, dass wir trotz nasser Straße recht zügig fahren konnten.

Insgesamt war es trotz des teils miesen Wetters eine geile Tour, zumal man ohne gebuchte Hotels sehr flexibel die Touren planen und nach den eigenen Wünschen bzw. dem Wetter ausrichten kann.